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Alles Rund um die Kontaktlinse

Kontaktlinsen-Pflege ist wichtig

Vor der Verwendung der praktischen und hilfreichen Alternative zur Brille müssen Sie jedoch einige Regeln beachten, sonst könnten durchaus immer wieder gefährliche Hornhautentzündungen auftreten.

Am häufigsten sind zu lange Tragezeiten und die mangelnde Hygiene dafür verantwortlich, dass insbesondere Träger von weichen Kontaktlinsen häufig Hornhautentzündungen bekommen. Weiche Kontaktlinsen verändern die Immunologie und die Physiologie im Auge, so dass, dass Auge für Infektionen anfälliger wird.

Wenn die Linsen regelmäßig über Nacht oder in jedem Fall länger als 24 Stunden getragen werden, wird die Hornhaut zu wenig mit Sauerstoff versorgt, was dann zu bleibenden Schäden führen könnte. Deshalb raten Augenärzte immer wieder nicht nur zu deutlich kürzeren Tragezeiten, sondern auch dazu, ab und zu die Brille zu tragen, damit sich die Hornhaut in aller Ruhe wieder regenerieren kann.

Für Kontaktlinsenträger ist zudem penible Hygiene oberstes Gebot. Wenn man die Linsen nicht sorgfältigst reinigt, hinterlassen Bakterien- und oder Pilzen ihre Spuren und dies kann so zu entsprechenden Hornhautentzündungen führen. Dabei könnten unschöne Vernarbungen auf der Hornhaut entstehen oder die Hornhaut kann sogar im schlimmsten Fall brechen. Hinzu kommt, dass der Augapfel infiziert werden könnte. Die möglichen, schwerwiegenden Folgen könnten der grüne oder der graue Star und hinzukommend dauerhafter Sehverlust sein!

Zum Reinigen können Sie die Linse auf die Innenfläche der Hand legen und dann mit einigen Tropfen Reinigungsflüssigkeit benetzten und ca. 20 Sekunden lang mit dem Finger gerieben. Außerdem sollte die Linse immer in kürzeren Abständen desinfiziert werden. Dazu wird sie für einige Zeit in einer speziellen Desinfektionslösung gelagert, damit krankheitserregende Mikroorganismen in jedem Fall abgetötet werden.

Einmal wöchentlich sollten Sie die Linsen zudem mit besonderen Tabs von Eiweißrückständen befreien, die die Linse dann weniger sauerstoffdurchlässig machen. Die Linse sollte nur in einem speziellen Kontaktlinsenbehälter mit wiederum einer speziellen Flüssigkeit aufbewahrt werden. Auch dieser Behälter muss regelmäßig desinfiziert werden und man sollte ihn regelmäßig austauschen. Augenärzte schätzen demnach nämlich, dass etwa die Hälfte aller Hornhautentzündungen auf verunreinigte Aufbewahrungsbehälter zurück zu führen sind.

Natürlich dürfen Sie die Linsen auch selbst nicht zu lange verwenden. Für weiche Kontaktlinsen gilt in der Regel: nach spätestens 1 ½ Jahren müssen sie ausgetauscht werden. Harte Linsen kann man hingegen rund 2 Jahre tragen. Wenn Ihre Linsen von einem milchigem Belag oder schwarzen Punkten gekenntzeichnet sind, sollten Sie die Linsen schleunigst ersetzten.

Um kleinere Hornhautschäden frühzeitig zu erkennen, sollten Patienten, die weiche Linsen tragen, jedes halbe Jahr zur Kontrolle den Augenarzt aufsuchen. Wer harte Linsen trägt, braucht im Gegenzug nur einmal jährlich zu einer Kontrolluntersuchung gehen.

Materialeigenschaften von Kontaktlinsen

Weiche Kontaktlinsen können zudem eine hohe Menge an Tränenflüssigkeit in sich aufnehmen. Die Kontaktlinsen saugen ähnlich wie ein Schwamm den Tränenfilm in sich auf. Ablagerungen wie z. Bs. Zellabbauprodukte der Hornhaut, die sich im Tränenfilm befinden, oder auch aus der Umwelt wie z.B. Staub setzen sich auf der Oberfläche der Kontaktlinsen fest. Die verschiedenen Kontaktlinsenmaterialien wirken dabei durch ihre ionische Ladung meist anziehend auf diese Verunreinigungen. Neuere Materialien für Kontaktlinsen, wie zum Beispiel Phosphorylcholin (PC) sind sogenannte biionische Stoffe. Sie sind sowohl positiv als auch negativ geladen, also absolut neutral. Proteine aus der Tränenflüssigkeit lagern sich aufgrund der fehlenden Anziehung nicht so schnell in diesen Kontaktlinsen an.

Der Tragekomfort dieser Kontaktlinsen ist weiterhin etwas höher als bei den üblichen Linsen.

Worin unterscheiden sich harte und weiche Linsen?

Wie schon erwähnt gibt es zwei unterschiedliche Arten von Kontaktlinsen: harte & weiche Linsen. Da die harten Linsen heute nicht mehr aus Plexiglas, sondern aus Materialien bestehen, die ebenfalls leicht biegbar sind, nennt man sie jetzt dafür "formstabil”. Formstabile Linsen sind etwas kleiner als weiche Linsen. Wenn man sich noch nicht an diese formstabilen Linsen gewöhnt hat, erzeugen sie leicht ein Fremdkörpergefühl im Auge. Außerdem kann man sie deutlich auf der Hornhaut erkennen. Weiche Kontaktlinsen decken die ganze Hornhaut ab, sind von außen kaum sichtbar und passen sich so gut an die Augenoberfläche an, dass man sie praktisch nicht spürt. Vor allem Menschen, die noch nie Kontaktlinsen getragen haben, greifen in den meisten Fällen lieber zu weichen Linsen. Sie sind meist besser verträglich und haften im Gegensatz zu den harten Linsen so fest auf der Hornhaut, dass sie kaum verloren gehen können. Andererseits gibt es weiche Linsen, die aus wasseraufnehmenden Hydrogelen bestehen und förmlich alles aufsaugen, mit dem sie in Kontakt kommen. So gelangen auch Schadstoffe aus der Luft, Reste von Konservierungsmitteln etc. ins Auge, was zu Irritationen führen kann. Außerdem sind sie weniger durchlässig für Sauerstoff, so dass einige Menschen nach längerem Tragen der Linsen über Kopfschmerzen oder ein Druckgefühl auf dem Auge berichteten. Darüber hinaus sind weiche Linsen nicht für alle Formen der Fehlsichtigkeit geeignet. Formstabile Kontaktlinsen sind langlebiger und zudem auch teurer. Sie können kompliziertere Formen der Fehlsichtigkeit wie Hornhautverkrümmungen besser korrigiert werden. Außerdem sehen die meisten mit harten Linsen schärfer. Sie sind einfacher zu reinigen als weiche Linsen und können längere Zeit im Auge verbleiben. Bei schnellen Kopfbewegungen fallen formstabile Linsen jedoch u. a. leichter heraus, weshalb besonders beim Sport weiche Linsen oftmals bevorzugt werden.

Kostenübernahme der Krankenkasse bei Kontaktlinsen

Bei entsprechender medizinischer Indikation besteht ein Anspruch auf Kostenübernahme von Kontaktlinsen. Die Kasse beteiligt sich z.B. bei folgenden Indikationen an den Kosten: Myopie (Kurzsichtigkeit) ab 8.0 Dioptrien Hyperopie (Weitsichtigkeit) ab 8.0 Dioptrien Anisometropie (ungleiche Brechkraft beider Augen ab 2 Dioptrien) Keratokonus (kegelförmige Verbauchung der Hornhaut) irregulärer Astigmatismus (wenn damit eine um mindestens 20 Prozent verbesserte Sehstärke gegenüber Brillengläsern erreicht wird) Die Kosten für Kontaktlinsen-Pflegemittel werden nicht übernommen.

Wussten Sie...

Immer mehr Menschen greifen zur Kontaktlinse. Verantwortlich sind optische und funktionale Gründe. Kontaktlinsen sind einfach gut und praktisch auch in der geübten Handhabung. Immer mehr im kommen sind auch farbige Kontaktlinsen, mit denn sich jeder die Augenfarbe seiner Wahl holen kann.

Kontaktlinsen Hersteller einige Beispiele

  • Bausch&Lomb
  • Conta Optic
  • Ecco/MPG&E
  • Essilor
  • Johnson + Johnson
  • Precilens
  • Sunsoft
  • Zeiss
  • Ciba Vision
  • Cooper Vision
  • Ennovy
  • Menicon
  • Soflex
  • Wöhlk

Viele Hersteller / Viele Kontaktlinsen

Kontaktlinsen gibt es in einer Vielzahl von Herstellern. Welche für Sie die richtigen sind, entscheidet sich je nach Bedarf. Dann heißt es zumeist die Linsen verschiedenster Hersteller auszuprobieren und einfach zu schauen, welche am Besten für Sie geeignet sind. Hilfreich kann auch der Blick bei Stiftung Warentest sein, dort wurden Kontaktlinsen unterschiedlicher Hersteller unter die Lupe genommen. Allerdings handelte es sich dort um Ein-Tages-Kontaktlinsen. Bewertet wurden u. a. zehn marktgängige Linsen hinsichtlich der Einhaltung der Anbieterangaben, der Anwenderhinweise und der allgemeinen Handhabung. Mit am Besten schnitt darunter die 1-DAY ACUVUE Linse des Herstellers Johnson & Johnson Vision Care ab. Die zurzeit stark im kommen ist. Der Hersteller dieser Kontaktlinse ist der Einzige, der sie in zwei Krümmungsradien anbietet. Sie lassen sich von daher noch differenzierter Anpassen als Linsen anderer Hersteller. Des weiteren kam laut Stiftung Warentest aber auch heraus, dass sich kein Hersteller genau an seine Vorgaben hält. So stimmten die Deklarationen wie Kontaktlinsenstärke, UV-Schutz und Sterilität nicht immer mit den tatsächlichen Werten überein. Bevor Sie sich für Kontaktlinsen entscheiden ist es immer wichtig eine professionelle Anpassung und ausführliche Beratung duch einen Fachmann vornehmen zu lassen. Nur so kann sichergestellt werden, dass bei Ihnen keine Risiken oder krankhaften Veränderungen des Auges vorliegen.

In der Regel werden Kontaktlinsen sehr gut vertragen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Forschung erhebliche Fortschritte in der Entwicklung der Kontaktlinsen gemacht hat. Weiche Kontaktlinsen der neueren Generation beinhalten sehr innovative Grundmaterialen, die auf verschiedene Umweltbedingungen sehr verträglich reagieren können. So werden dazu Materialien verwendet, die vom Auge selbst als körpereigene Stoffe angesehen werden und dadurch ein hohen Tragekomfort garantieren. Wie zum Beispiel die Monatslinsen des Herstellers Proclear. Ein weiterer Vorteil dieser Linsen liegt wohl darin, dass sie den ganzen Tag über gleichmäßig feucht bleiben, sogar bis spät in die Nacht. Sie eignen sich von daher besonders für Bildschirmarbeit. Ein Nachbenetzen der Linsen ist in der Regel nicht notwendig. So können die Linsen 24 Stunden getragen werden, ohne das es zu einer Schädigung des Auges kommt. Dies ist nur ein kleiner Auszug der positiven Fortschritte, die derzeit auf dem Kontaktlinsenmarkt festzustellen sind. Die richtigen Linsen für Sie als Träger bleibt jedoch Ihre persönliche Entscheidung.

Verwendung von Kontaktlinsenfluessigkeiten

Kontaktlinsenfluessigkeiten sind Lösungen, in der Kontaktlinsen aufbewahrt und gereinigt werden. Dabei unterscheidet man zwei Systeme. Zum Einen die All-in-one-Lösungen, eine Kombilösung zum Reinigen, Desinfizieren, Benetzen und Aufbewahren der Kontaktlinsen. Zum Anderen das Peroxidsystem; dies sind Tabletten, die in einer Kochsalzlösung aufgelöst werden und noch etwas gründlicher Proteine und andere Ablagerungen entfernt. Allerdings müssen die Kontaktlinsen danach noch eine zeitlang in einer Neutralisationslösung aufbewahrt werden, bevor man sie sich wieder einsetzt. Dieses gründlichere Prinzip ist etwas aufwendiger, es genügt aber laut Empfehlungen, dies einmal die Woche zu benutzen (in Kombination mit der täglichen All-in-one-Lösung). Dadurch erhöht sich der Tragekomfort und der Faktor das Risiko einer Bindehautentzündung und ähnlichen, beispielsweisen Erkrankungen des Auges verringert sich deutlich. Die meisten Präperate sind immer auf einen Typ Kontaktlinsen ausgerichtet; entweder für weiche oder für harte Kontaktlinsen.Daher empfehlen wir, achten Sie immer genau auf die Verpackungsinformationen des Herstellers. Um Ihre Kontaktlinsen gründlich zu pflegen, müssen Sie diese jeden Abend (über Nacht als Empfehlung) in der Lösung aufbewahren, sonst aber jedoch mindestens 4 Stunden, damit die volle Desinfektion gegeben ist. Am Besten reinigen Sie zuerst die Linsen mit den Händen mechanisch und vorsichtig, dann legen Sie diese in die von Ihnen bevorzugte Aufbewahrungsbox mit der Kontaktlinsenflüssigkeit.Zur Reinigung und Aufbewahrung brauchen Sie in jedem Fall Kontaktlinsenaufbewahrungsflüssigkeit und einen Aufbewahrungsbehälter, um die Linsen vor Austrocknung und Beschädigung zu bewahren.Die kleinen Behälter dürfen darüber hinaus auch bei der täglichen Pflege der Kontaktlinsen nicht vernachlässigt werden. Oft werden sie zwar ausgespült. Aber auch der Deckel muss regelmäßig desinfiziert werden. Die Aufbewahrungsdosen können auch ohne Probleme einmal wöchentlich in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden.Vergewissern Sie sich, dass Sie rechts und links nicht vertauschen, da sich jede Linse Ihrem Auge anpasst. Besonders wichtig ist dies bei verschiedenen Sehstärken der Augen! Sie sollten in jedem Fall jedes Mal eine frische Lösung zur Desinfektion benutzen, um eine wirkliche und gründliche Reinigung zu erzielen. Mindestens zwei Stunden müssen die Kontaktlinsen nun in der Flüssigkeit liegen, anschliessend können Sie sie wieder herausnehmen und noch einmal mit der Kontaktlinsenflüssigkeit abspülen. Natürlich ist es sinnvoll, die Hände jedesmal vor Berührung der Kontaktlinsen gründlich zu reinigen, da die Hände immer einen leichten Fettfilm oder andere Ablagerungen an sich haben, welche direkt wieder die Kontaktlinsen verschmutzen würden. Für eine Benetzung der Kontaktlinsen zwischendurch, wenn Sie zum Beispiel trockene gereizte Augen haben, empfehlen sich spezielle Augentropfen zur Nachbenetzung der Kontaktlinsen. Ein bis zwei Tropfen der Fluessigkeit genügen, um direkt einen angenehmen Tragekomfort zu erfahren. Ihre Augen fühlen sich wieder frisch und erholt an. Dies ist aber kein Ersatz für die tägliche Reinigung mit der All-in-one-Lösung oder dem Peroxid-system, sondern dient nur dem Moment.

HARTE KONTAKTLINSEN

Die harten Kontaktlinsen sind in Sklerallinsen oder Hornhautlinsen. Die Sklerallinsen haben ein grosses Durchmesser und bedecken fast den ganzen vorderen Teil des Auges. Heutzutage werden sie nur selten für besondere Aktivitäten benutzt, wie Tauchen oder physiologische Forschungen am Auge. Die Hornhautlinsen besitzen verschiedene Durchmesser und verdecken nur einen Teil der Hornhaut. Heutzutage werden weniger gebraucht zugunsten der halbweichen Linsen. Die Linsen werden Hart gennant, da die gebrauchten Herstellungsmaterien hart, wasser und nicht gasdurchlässig sind. Vorteile: diese Linsen sind sehr solid und kratzenfest, hinterlassen nur wenige Ablagerungen, haben eine lange Lebensdauer und verlangen wenig Pflege. Nachteile: das Tragegefühl, die lange Anpassungszeit, die grosse Verlustgefahr, Staubpartikel können sich unter das Glas schieben. Diese Linsen sind aus der Erfahrung nicht für Wassersport und brutale Sportarten geeignet.

GASDURCHLÄSSIGE KONTAKTLINSEN

Die halbharten gasdurchlässigen Kontaktlinsen besitzen die gleichen geometrischen Eigenschaften wie die harten Linsen. Sie sind jedoch aus einem gasdurchlässigen Material hergestellt welche einen Gasaustausch durch die Linsen erlaubt und die Hornhautphysiologie besser respektiert. Diese Linsen sind weniger hart und der Tragkomfort ist besser. Die Sauerstoffdurchlässigkeit erlaubt einen besseren Komfort beim täglichen Tragen. Vorteile : größerer Komfort, schnelle Anpassung, längere tägliche Tragzeit. Nachteile : kurze Lebensdauer (3-4 Jahre), verlangen Pflege, verursachen schneller Ablagerungen, Verlustmöglichkeiten. Der Staub bleibt ein Problem. Wasser und brutale Sportarten sind mit halbharten Kontaktlinsen nicht möglich. Die Handhabung ist umständlicher. Die Linsen können durch zusammendrücken mit den Fingern für immer verformt werden.

WEICHE KONTAKTLINSEN

Es gibt zwei Arten von weichen Kontaklinsen : die wasserdurchlässigen und die wasserundurchlässigen Linsen. Die wasserdurchlässigen Linsen werden heutzutage fast nicht mehr benutzt, denn sie kleben oft an die Hornhaut an und sind darum schwer entfernbar. Das benutzte Material ist sehr gasdurchglässig. Die weichen wasserundurchlässigen Kontaklinsen bestehen aus einem Material welches einen Schwamm gleicht und die Wassermoleküle durchlassen. Die weichen Kontaktlinsen teilen sich in verschiedene Wassergehalte (von schwacher bis zur hohen Wasserdurchlässigkeit). Die Linsen sind entweder klassich oder wegwerfbar, d.h. müssen sie häufig gewechselt werden (siehe unter Wegwerflinsen). Klassische weiche wasserdurchlässige Linsen: Diese Linsen sind meistens ziemlich dick um Risse zu vermeiden. Sie haben eine Lebensdauer von ungefähr zwei bis drei Jahren. Sie müssen sehr sorfältig behandelt werden um Ablagerungen und Verschmutzung des Materials zu vermeiden. Misshandelte Linsen können zu einer Pathologie des Auges führen welche das Tragen der Linsen verunmöglichen.. Weiche wasserdurchlässige Linsen mit häufiger Erneuerung:Die häufig gewechselten Linsen sind viel dünner. Die empfohlene Lebensdauer ist entweder 1 Tag, 10 Tage, 1 Monat, 6 Monate oder 1 Jahr. Je häufiger die Linsen gewechselt werden, desto unwichtiger wird die Reinigung, und desto kleiner die Störungen der Hornhautphysiologie.Dank dem Tragkomfort und der fast sofortigen Anpassung, haben die weichen Kontaktlinsen einen grossen Erfolg. Brutale Sportarten können mit diesen Linsen getrieben werden, da die Verlust- und Verletzungsgefahren niedrig sind. Bei Wassersportarten können diese Linsen verloren gehen oder von chemischen Produkte verschmutzt werden. Nachteile : Riss- und Bruchmöglichkeiten sowie physiologische Störungen mit zu alten Linsen. Die weichen Linsen müssen regelmässig gewechselt werden, da die physiologischen Änderungen unbemerkt auftreten. Die weichen Linsen korrigieren die meisten Sehfehler wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Altersichtigkeit. Sie können sogar die Augenfarbe ändern oder verstärken. .

Kontaktlinsen auch für Kinder

Alle bekannten Kontaktlinsen-Systeme sind auch für Kinder geeignet. Kontrollen sollten jedoch bei Kindern, bedingt durch ihr Wachstum, häufiger durchgeführt werden als bei Erwachsenen. Besonders auf die Pflege bei kleineren Kindern ist zu achten. Desweiteren sollten die Eltern die Gewißheit haben, daß ihre Kinder mit der notwendigen Ernsthaftigkeit die Kontaktlinsen-Systeme aufsetzen. Viele Augenoptiker in Ihrer Nähe trainieren mit Ihren Kindern entsprechend den Anpaß-Prozeß.

Allgemeine Hinweise

Bei der Handhabung von Kontaktlinsen mit längeren Fingernägeln besteht Verletzungsgefahr. Besser ist es, sie kurz zu halten, auch um Beschädigungen der Kontaktlinsen zu vermeiden. Vor jeder Benutzung Hände gründlich waschen. Zum Reinigen Waschbeckenabfluss gut verschließen. Nach dem Reinigen die Kontaktlinse reichlich unter fließendem Wasser abspülen. Heruntergefallene Kontaktlinsen mit feuchter Fingerkuppe oder dem Sauger aufheben. Die Kontaktlinsen niemals über eine Tisch oder Spiegelfläche ziehen. Schminken Sie sich erst nach dem Aufsetzen der Kontaktlinsen. Nehmen Sie erst die Kontaktlinsen heraus, bevor Sie sich abschminken. Während und kurz nach der Benutzung von Sprays die Augen geschlossen halten. Die Kontaktlinsen nicht mit Chemikalien in Verbindung bringen. Entdecken Sie einen Defekt am Rand oder Unregelmäßigkeiten an der Oberfläche der Kontaktlinse, darf diese auf keinen Fall weitergetragen werden. Kontaktlinsen sollten bei Erkältung besser nicht getragen werden. Durch Niesen oder Husten wird Hand vor den Mund gehalten. Werden danach die Augen gerieben, kann auf diese Weise Krankheitserreger übertragen werden . Gerade auf weichen Linsen können sich Bakterien und Keime besonders gut ansiedeln und zu einer Binde- oder Hornhautentzündung führen. Grundsätzlich sollten die Hände tagsüber von den Augen fern gehalten werden, um keine Krankheitserreger zu übertragen. Wer bei einer Erkältung seine Kontaktlinsen nicht herausnimmt, riskiert schwere Augenschäden. Besonders gefährlich ist es, Kontaktlinsen bei Schnupfen zu tragen. Jeder zweite Kontaktlinsenträger zieht sich bei einer Erkältung eine Bindehautentzündung zu, jeder zehnte eine gefährliche Hornhautentzündung.

Aufsetzung der Kontaktlinsen

Nachdem Sie sich die Hände gründlich gewaschen und Seifenreste sicher abgespült haben, trocknen Sie sie gut ab. Legen Sie die Kontaktlinse auf die Spitze Ihres Zeigefingers. Fassen Sie mit dem Mittelfinger derselben Hand das Unterlid nahe der Lidkante und ziehen es nach unten. Mit dem Mittel und Ringfinger der anderen Hand fassen Sie nun das Oberlid nahe der Lidkante und ziehen es gegen das Stirnbein nach oben (Richtung Augenbraue). Halten Sie die Augenlider weit auseinander und setzen Sie die Kontaktlinse ohne Druckanwendung auf das Auge. Fixieren Sie beim Aufsetzen richtungsmässig Ihren Zeigefinger mit der aufgesetzten Kontaktlinse. Sitzt die Kontaktlinse auf dem Auge, halten Sie die Lider noch einen kleinen Moment offen und lassen erst dann langsam los. Nun können Sie vorsichtig zwinkern. Befindet sich die Linse nun nicht auf der Hornhaut, nehmen Sie diese vorsichtig mit dem Sauger ab und beginnen Sie von vorn, Gelegentlich oder auch beim Einsetzen kann es vorkommen, dass sich die Kontaktlinse auf dem Auge verschiebt und somit auf dem weißen Teil des Auges sitzt (2) Seien Sie aber unbesorgt, die Kontaktlinse kann nicht so weit verrutschen, dass man sie nicht mehr herausbekommt, denn das Auge ist nach hinten durch den Bindehautsack abgeschlossen. Mit etwas Übung und Geduld können Sie die Kontaktlinse richtig zentrieren. Zuerst überzeugen Sie sich im Spiegel bzw. erfühlen, wo die Linse sitzt (innen, aussen, oben, unten). Dann schauen Sie in die Entgegengesetzte Richtung und versuchen, die Linse mittels Zeige und Mittelfinger in Richtung Augenmitte zu schieben und schauen dann geradeaus. Gegebenenfalls wiederholen Sie den Vorgang, bis die Kontaktlinse zentriert ist.

Nach dem Tragen (tägliche Pflege nochmals):

Nehmen Sie die Kontaktlinsen vom Auge. Geben Sie je einige tropfen Reinigunglösung auf die innen und Außenfläche der Kontaktlinse und reiben Sie die Linse ohne Druckanwendung ca. 20 sek. zwischen Daumen und Zeigefinger. Spü1en Sie die Linse gründ1ich unter fließendem Wasser ab. Legen Sie die Kontaktlinse in den mit frischer Aufbewahrungslösung gefüllten Behälter. Mindestens ein Mal pro Woche muss der Kontaktlinsenbehälter komplett gründlich gereinigt werden. Wechseln Sie Ihren Behälter jedes halbe Jahr gegen einen neuen. Bei auftretenden Problemen nehmen Sie sofort Verbindung mit Ihrem Kontaktlinsen-Spezialisten auf. Wenn Sie Flüssigkeiten verwenden, die nicht zur Pflege Ihrer Kontaktlinsen bestimmt sind, können Sie Ihre Kontaktlinsen und Ihre Augen schädigen. Auch bei anderer unsachgemäßer Benutzung der Kontaktlinsen übernimmt Ihr Kontaktlinsen-Spezialist sowie der Hersteller keine Haftung für mittelbare und unmittelbare Schäden. Tragen Sie Ihre Kontaktlinsen am ersten Tag ca. drei Stunden und dann jeden weiteren Tag zwei Stunden länger bis zur vollen Tragezeit. Weichen Sie davon nur ab, wenn es Ihnen Ihr Kontaktlinsen-Spezialist empfiehlt. Gehen Sie mindestens jedes halbe Jahr zur Kontaktlinsennachkontrolle zu Ihrem Spezialisten.

Nebenwirkungen

Jede Veränderung des Tragekomforts von Linsen, wie übermäßiger Tränenfluss, stärkere Rötungen, Sehverschlechterungen oder allergische Reaktionen, müssen Sie Ihrem Kontaktlinsenanpasser mitteilen. Unterbleibt dies, können Schädigungen des Auges die Folge sein.

Besondere Hinweise

Suchen Sie Ihren Kontaktlinsenanpasser regelmäßig zur Prüfung der Kontaktlinsen auf. Reinigen und pflegen Sie Ihre Kontaktlinsen stets sorgfältig entsprechend der jeweiligen Anweisung. überschreiten Sie nicht die für Ihre Kontaktlinsen empfohlenen Tragzeiten. Werden vom Hersteller Austauschzeiten vorgeschrieben, so dürfen diese nicht überschritten werden, da es sonst zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens kommen kann. Entfernen Sie die Kontaktlinsen bei auftretenden Augenreizungen und suchen Sie Ihren Anpasser auf. Verwenden Sie keine beschädigten Kontaktlinsen. Beachten Sie die Anwendungshinweise und die Lagervorschriften auf den Behltnissen der Kontaktlinsenpflegemittel.

Kosmetik und Kontaktlinsen

Es gibt keinen Grund, warum Sie nicht auch Make-up verwenden sollten, wenn sie Kontaktlinsen tragen. Um Ihre Augen zu schützen ist es jedoch wichtig, dose Sie dabei einige einfache Regeln beachten Benutzen Sie Kosmetika immer erst nach dem Aufsetzen Ihrer Kontaktlinsen und schminken Sie sich ab bevor Sie Ihre Kontaktlinsen absetzen. So sorgen Sie dafür, dass möglichst wenig Make-up mit Ihren Kontaktlinsen in Berührung kommt. Achten Sie auch darauf, dass keine fetthaltigen Abschminkprodukte mit Ihren Kontaktlinsen in Kontakt kommen. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, verwenden Sie nur allergiegetastete oder speziell für Kontaktlinsenträger entwickelte Produkte. Dies reduziert das Risiko einer Augeninfektion oder einer allergischen Reaktion Benutzen Sie nur ganz weiche Augenstifte, um zu vermeiden, dass abbröckelnde Partikel die Reizungen hervorrufen kennen, ins Auge geraten. Verwenden Sie keine wasserfeste Wimperntusche oder lesen Puder: Benutzen Sie kompakten Lidschatten. Verwenden Sie keine Zerstäuber wie z. B. Haarspray, Parfum. Rasierwasser oder Deodorant, wenn Sie Kentaktlinsen tragen. Wenn Sie diese verwenden möchten tun Sie dies bevor Sie Ihre Kontaktlinsen aufsetzen. Lassen Sie Ihre Kosmetika und Utensilien nie von anderen mitbenutzen Tauschen Sie nach Möglichkeit Ihre Kosmetika alle drei Monate komplett aus. Tragen Sie Augen-Make-up niemals ,,unterwegs" auf, z.B, im Auto, Zug, Bus etc. Wenn Ihre Augen rot oder geschwollen sind oder Sie den Verdacht haben, dass eine Entzündung vorliegt verzichten Sie sofort auf alle Kosmetika, nehmen die Kontaktlinsen ab und wenden Sie sich an Ihren Augenarzt oder Augenoptiker.

Verschmutzte Linsen vergiften gesunde Augen

Immer mehr Kontaktlinsen-Geschädigte suchen jeden Sommer einen Augenarzt auf. Schuld an ihren brennenden, tränenden und geröteten Augen sind in vielen Fällen verschmutzte Linsen, die nicht regelmäßig gereinigt wurden. Gerade während der Urlaubszeit wird die unsichtbare Sehhilfe oft überstrapaziert und zu lange getragen, die notwendige Hygiene kommt häufig zu kurz. Kontaktlinsenträgern wird deshalb dringend empfohlen, die intensive Reinigung der Linsen nicht aus Zeitgründen zu vernachlässigen: "Infektionen, toxische oder allergische Reaktionen am Auge sind in den meisten Fällen auf mangelnde Hygiene zurückzuführen. Viele Patienten versuchen Zeit und Geld zu sparen, indem sie die Linsen nur oberflächlich desinfizieren und auf eine gründliche Reinigung verzichten. Trockene Augen sind besonders anfällig für Keime und Bakterien, die zu schweren Infektionen führen können." Augenärzte raten Kontaktlinsenträgern deshalb dringend, ihre Linsen vor und nach dem Tragen gründlich zu reinigen und vor jedem Kontakt die Hände sorgfältig zu waschen. Patienten sollten Augen und Kontaktlinsen außerdem regelmäßig von einem Augenarzt untersuchen lassen, der mögliche Reinigungsfehler und Materialschäden sowie drohende Augenschäden rechtzeitig erkennen kann.

Kontrollen schützen vor Augenschäden

Bei geröteten, tränenden und schmerzenden Augen sowie Sehstörungen sollten Kontaktlinsenträger umgehend einen Augenarzt aufsuchen. Der Verzicht auf die Linsen z.B. durch das Tragen einer Brille kann die Beschwerden gelegentlich kurzfristig bessern, hilft aber nicht bei der Ursachenforschung. Nur ein erfahrener Augenarzt weiß, ob weiterhin Kontaktlinsen getragen werden können und ob diese dann neu angepasst, gereinigt oder ausgetauscht werden müssen."In den meisten Fällen sind die Beschwerden auf eine mangelnde Reinigung zurückzuführen. Ablagerungen, die sich auf der Kontaktlinsenoberfläche ansammeln, behindern die Luftdurchlässigkeit des Materials und können zu allergischen Reaktionen führen. Häufig entsteht eine unangenehme Bindehaut- oder Hornhautentzündung." Um eine optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten, hat der BVA Leitlinien für Kontaktlinsen-Kontrollen zusammengestellt. Danach sollten die Augen beim Tragen weicher Kontaktlinsen alle 6 Monate augenärztlich überprüft werden. Bei formstabilen Kontaktlinsen ist eine jährliche Kontrolle ausreichend, sofern keine Beschwerden auftreten. Nur durch sorgfältige Auswahl und Anpassung der Kontaktlinsen, penible Linsenhygiene und regelmäßige augenärztliche Kontrollen können Augenschäden bestmöglich vermieden werden - damit die Linsen möglichst viele Jahre lang problemlos vertragen werden.

Kontaktlinsen vom Discounter

Kontaktlinsen werden nun auch bei Lebensmitteldiscountern angeboten. Eine Packung mit sechs weichen Monatslinsen (die jeweils etwa einen Monat lang halten) werden zu Preisen ab rund 15 Euro verkauft. Doch Augenoptiker und Ärzte raten dringend ab. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands warnt: "Kontaktlinsen, die nicht fachmännisch angepasst werden, können die Hornhaut dauerhaft beschädigen." Oft würden Verletzungen und Entzündungen sehr spät bemerkt.

Was sind Wochen- bzw. Monatslinsen? Wochen- bzw. Monatslinsen sind geeignet, für den entsprechenden Zeitraum also 2 bzw. 4 Wochen getragen zu werden. In dieser Zeit müssen die Linsen entsprechend gepflegt werden!

Was sind Tageslinsen?

Tageslinsen werden nur einen Tag getragen. Eine Pflege der Linsen entfällt somit und es können sich keine schädlichen Ablagerungen bilden. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die Linsen auch wirklich nur einen Tag getragen werden.

Was bedeutet die Brechkraft?

Die Brechkraft, auch Refraktion (ref), Power (pwr) oder Brillenstärke genannt, gibt an wie stark ein vorhandenen Sehfehler korrigiert werden muss, um optimal sehen zu können. Die Brechkraft wird in Dioptrien (dpt oder D) angegeben. Diese wird vom Augenarzt oder Optiker bestimmt wenn zum Beispiel eine Brille verschrieben werden muss. Bei Kurzsichtigen ist dieser Wert negativ, bei Weitsichtigen positiv. Je nach der Stärke des Sehfehlers kann die Brechkraft einer Kontaktlinse von dem für die Brille abweichen. Falls sie bisher keine Kontaktlinsen getragen haben, raten wir daher dringend, vorher einen Kontaktlinsenanpasser oder einen Augenarzt aufzusuchen.

 
 

http://www.kontaktlinsen.org